Fotos bei bewölktem Himmel


Wer bei Sonnenschein auf Foto-Tour geht, weiß wie einfach es ist, dann schöne Bilder zu schießen. Bei hellen Lichtverhältnissen, insbesondere im Sonnenlicht, werden alle Farben strahlend und mit tollen Kontrasten wieder gegeben. Bei bewölktem Himmel hingegen verhält es sich ganz anders. Dann ist es schwieriger ein farblich spannendes Foto zu erzeugen. Durch das matte Licht erscheinen Farben stumpfer, gräulicher und teilweise tonlos und die Kontraste saufen sprichwörtlich ab. Deshalb wähle ich bei schlechtem Wetter Motive, die an sich wenige Farben haben. Das hat schlichtweg ästhetische Gründe: Ich finde den grauen Himmel im Kontrast zu einer einzigen vorherrschenden Farbe spannend. Genauso wie Elemente aus der Natur vor dem Himmel, wie die gelben Blümchen.

Wichtig ist bei solchen Bildern, dass man mit leichter Unterbelichtung fotografiert. Nur so behält der Himmel Zeichnung. Andernfalls würde die Kamera bei halbautomatischen Einstellungen versuchen, den Vordergrund optimal zu belichten, was zur Folge hätte dass der Himmel einfach nur weiß wird. Amateure schießen mit kleinen vollautomatischen Digi-Cams meistens solche Bildern. Bei leicht unterbelichteten Bildern muss man dann natürlich für ein optimales Endergebnis noch feine Korrekturen im Nachhinein leisten. Normalerweise sieht es dann sehr gut aus wenn man die Tiefen aufhellt und unter Umständen die Lichter leicht abdunkelt. Die vorherrschende Farbe, wie hier z.B. das Grün der Wiese, würde ich noch etwas stärker sättigen (wie ich es hier im Beispiel getan hatte). Mit so einfachen Tricks bekommt man auch bei schlechtem Wetter interessante und ästhetische Aufnahmen.
